am Donnerstag, 15. Dezember 2022, 18 Uhr im ega-frauen im zentrum, Windmühlgasse 26, 1060 Wien
Moderation: Dr.in Lilian Hofmeister
Frauenstudienzirkel „Lesung aus unveröffentlichten Texten“ mit Gertraud Klemm, Autorin und Schreibpädagogin (geb. Gertraud Schiel, 1971 in Wien. Biologiestudium, Gutachterin bei der Stadt Wien, berufliche Umorientierung: Preise, Veröffentlichungen, Stipendien. Seit 2006 Autorin und Schreibpädagogin. Sie lebt mit ihrer Familie in Pfaffstätten, Niederösterreich.)
Gertraud Klemm wurde mit verschiedenen Literaturpreisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Anton Wildgans Preis der österreichischen Industrie, 2022. Einige Buchtitel der Autorin hier nachstehend aufgelistet: Hippocampus, Erbsenzählen, Muttergehäuse, Aberland, Herzmilch.
mit Martina Sattmann, Pädagogin und Elterntrainerin
Donnerstag, 17.11.2022, 18 Uhr
ega:frauen im Zentrum, Windmühlgasse 26, 1060 Wien
Ein aktueller Anlass lässt uns einen Teilaspekt Gender gerechter Imbalance wieder einmal vor Augen führen: Der Equal Pay Day war heuer am 30. 10. 2022. Frauen verdienen in Österreich demnach erheblich weniger als Männer in den gleichen Sparten. Wie oft muss wiederholt werden, dass die Gründung und Betreuung einer Familie zu fast 90% Frauen obliegt. Alleinerzieherinnen sind zu oft auch Alleinerhalterinnen. Dass es ihr Problem ist, verlässliche Strukturen für ihre Familie zu bieten. Und eine der immer wiederkehrenden Forderungen, für Frauen es zu ermöglichen, Beruf und Familie zu vereinbaren, ist: Angebot ausreichender Plätze in der Bildungseinrichtung Kindergarten, zeitgemäß und auf hohem integrativen Niveau. Dass aber gerade diese wichtige Einrichtung maximale Mängel aufweist, lässt viele Frauen im Ungewissen, ob sie ihre eigene Berufstätigkeit, ihr Studium und Ihre Karriere verfolgen können, wenn sie ohne familiäre oder zugekaufte Alternativen z. B. Öffnungszeiten betreffend, auskommen müssen.
Zuwenig gut ausgebildetes Personal, Platzmangel, marginale Ausbildung oder Unterstützung bei aktuelllen gesellschaftlichen Überwerfungen, die sich im Mikrokosmosmos des Kindergartens spiegeln, lassen die Frage aufkommen: Was ist unserem Land die sprachliche, kognitive und integrative Bildung der Kinder wert?
Martina Sattmann war mehrere Jahrzehnte in Wiener Bildungseinrichtungen der Stadt Wien und der Wiener Kinderfreunde als Pädagogin tätig und stellt fest, dass viele der alten Probleme noch immer nicht aufgearbeitet sind und von neuen gesellschaftlichen Bewegungen vor sich her geschoben werden. Sie lädt herzlich dazu ein, diese Innenschau zu begleiten.
Ausstellung: 21.11. bis 12.12.; Besichtigung nach Voranmeldung unter office@ega.at
ega:frauen im zentrum, Windmühlgasse 26, 1060 Wien
Pink March, (c) Verena Andrea Prenner
Das Fotoprojekt von Verena Prenner ist der sinnlich-intellektuell-pragmatische Versuch, den Lebens-Unzustand Flüchtlingslager künstlerisch zu begreifen und uns alle zu Komplizen ihrer gesellschaftspolitischen Untersuchung zu machen. (Edition Lammerhuber)
Nach ihrem Studium der Soziologie zog es Verena Prenner in den Nahen Osten. Zunächst lebte sie in Tel Aviv und später in einem palästinensischen Flüchtlingslager, wo sie soziologische Feldforschungen durchführte und Fotografieprojekte inszenierte.
„Wie wirken sich prekäre Lebensverhältnisse auf den Einzelnen aus? Wie ist die Gesellschaft organisiert, welche Strukturen finden sich? Und wie wirkt sich das Leben vor Ort auf mich persönlich, meine eigenen Verhaltensmuster und Perspektiven aus? Meine Ankunft im Lager als alleinstehende Frau wurde von Seiten der Bewohner mit großer Verwunderung wahrgenommen und schnell galt ich als israelische oder palästinensische Spionin und als minderwertige Frau. Nach Monaten vor Ort und zwei weiteren Aufenthalten baute sich nach und nach gegenseitiges Vertrauen auf. Irgendwann war ich keine Fremde mehr, und ich entschloss mich, nicht nur außerhalb des Lagers fotografische Arbeiten zu realisieren, sondern auch im Flüchtlingslager. Aber dann kam die große Frage: Was zeigen man?“
Verena Prenner ist Soziologin und Fotografin. Für ihre künstlerische Arbeit unternimmt sie lange soziologische Feldforschungen und setzt sich mit Randgruppen auseinander, da Ränder bekanntermaßen die Mitte definieren. Daraus entwickelt sie Ideen, individuelle Reflexionen und Ansichten über Gesellschaften, die sie mit Hilfe von Laien und Passanten vor Ort in Form von inszenierter Fotografie darstellt.
ega:frauen im zentrum, Windmühlgasse 26, 1060 Wien
Antonia Bruha, als Sozialdemokratin und ab Ende der Dreißigerjahre im österreichischen Widerstand aktiv, wurde 1941 von der Gestapo verhaftet und später ins KZ Ravensbrück gebracht. Als sie, nach Kriegsende wieder in Wien, krank, elend und schlaflos, ihre Erinnerungen niederschrieb, war dies ein Versuch, die Gedanken an das Erlebte, an Todesangst, Grauen und Verzweiflung zu sortieren. An eine Veröffentlichung dachte sie damals nicht. Erst vierzig Jahre später erschien ihr erschütternder Bericht vom Überleben in den Gefängnissen und Konzentrationslagern der nationalsozialistischen Diktatur.
Sonja Spreng, die Tochter von Antonia Bruha und die Urenkelin Antonia Bruhas, Billie Rehwald, lesen am 10. November 2022, ab 18 Uhr aus den Aufzeichnungen von Antonia Bruha, umrahmt mit Musik von Maren Rahmann.
Samstag, 17 Dezember 2022, 11.00 – 19.00 Uhr ega: frauen im zentrum, Windmühlgasse 26, 1060 Wien
„Die Weiberei – Markt für Design von Frauen“ , eine Kooperation der SPÖ Frauen Wien und dem ega:frauen im zentrum geht in die neunte Runde!
Das ega wird in vorweihnachtlicher Stimmung wieder für einen Tag zum Zentrum für Design von Frauen. So öffnen wir an diesem Tag die Räumlichkeiten des ega für Designerinnen und ihre kleinen und großen Schätze aus den Bereichen Mode, Schmuck und Design.
Mitarbeiterin im Frauenkommunikationszentrum ega – Vollzeit (38,5h)
Das Frauenkommunikationszentrum ega ist ein Raum von Frauen für Frauen mitten im 6. Wiener Gemeindebezirk. Hier holen wir Frauen mit ihren Themen, Ideen, Herausforderungen und Werken vor den Vorhang und auf die Bühne. Neben Diskussionsveranstaltungen, Seminaren oder Workshops mit feministischen Inhalten sind immer auch Lesungen, Konzerte und Ausstellungen Teil des ega-Jahresrads. Ein besonderes Highlight ist jedes Jahr das ega-Frauenfest rund um den Internationalen Frauentag vom 8. März.
Als Mitarbeiterin im Trägerverein „ega: frauen im zentrum“ gestaltest Du aktiv das Programm des Frauenzentrums in Zusammenarbeit mit dem Vereinsvorstand mit und sorgst für die genaue Organisation und planmäßige, öffentlichkeitswirksame Umsetzung der Veranstaltungen und Events. Weiters suchst Du den Kontakt zu anderen Frauenvereinen und Multiplikator:innen, um das ega-Netzwerk zu erweitern und arbeitest an Kooperationen mit diesen – ganz nach unserem Motto „Frauen, bildet Banden!“. Du hast weiters ein offenes Ohr für ans ega herangetragene Anliegen von Frauen und bist Drehscheibe zu diversen einschlägigen unterstützenden Einrichtungen und Projekten für Frauen in dieser Stadt.
Neben diesen kreativen Aufgaben gehören auch wichtige Arbeiten im Zuge des täglichen Ablaufes wie Verwaltung und Vermietung der Räumlichkeiten, Kontakt zur Hausverwaltung, Vereinsagenden usw. zum Portfolio.
Welche Tätigkeiten bieten wir?
Vernetzung von Frauen aus unterschiedlichsten Berufsfeldern, Kulturkreisen udgl.
kreativer Austausch mit dem Vereinsvorstand zur Erstellung des ega-Programmes
Planung und Organisation von frauenspezifischen Veranstaltungen und Events
Betreuung und Content-Erstellung für Homepage, Newsletter und Social Media-Kanäle (Facebook, Instagram, YouTube usw.) sowie Layouterstellung von Flyern, Plakaten und Social Media-Content
allgemeine Bürotätigkeit, Führen der Handkasse, Aufbereitung der Unterlagen für Steuerberatungskanzlei
Verwaltung und Vermietung der ega-Räumlichkeiten
Wen suchen wir?
Kunst- und kulturaffine Feministin
Liebe für kooperatives Arbeiten bei gleichzeitiger Fähigkeit zu selbstständiger Arbeitsweise
sehr gute MS Office-Kenntnisse
Interesse im Umgang mit Social Media und Content-Erstellung, Vorkenntnisse von Vorteil
Grundkenntnisse in Buchhaltung
gute Kommunikationsfähigkeit mit unterschiedlichen Zielgruppen
Erfahrung mit Organisation von Veranstaltungen
Wir bieten dafür ein Bruttomonatsgehalt für 38,5h in Höhe von 2.339,49 € (14 Gehälter). Eine Überzahlung bei anrechenbaren Vordienstzeiten ist möglich.
Der Frauenstudienzirkel wurde 2006 von Hildegard Steger-Mauerhofer, Laura Dobusch und Katharina Kreissl gegründet und richtet sich an alle Frauen des sozialdemokratischen Spektrums und an alle anderen interessierten Frauen, die sich kritisch mit Frauen-Geschichte bzw. ihrer eigenen Geschichte beschäftigen wollen. Auf Grund des unterschiedlichen beruflichen Backgrounds und verschiedener Altersstufen soll ein fruchtbarer und spannender Erfahrungsaustausch und Lernprozess in Gang gesetzt werden.
Nach den aktuellen Covid-Regeln wird eine FFP2-Maske in Innenräumen empfohlen
Am 1. November 2021 jährte sich der Geburtstag der bedeutenden österreichischen Schriftstellerin Ilse Aichinger zum 100. Mal, ein willkommener Anlass, sich mit ihren Texten auseinanderzusetzen und diese vor Publikum zu präsentieren.
Ilse Aichinger ist Verfasserin von Szenen, Dialogen, Hörspielen, Erzählungen, Gedichten und dem bekannten Roman „Die größere Hoffnung“. Aichingers Sprachkunstwerke sind starke, poetische Texte, die frei von Kitsch und Rührseligkeiten zu berühren vermögen – Drahtseilakte mit unerwarteten Abgründen. Sie eröffnen Denk- und Erinnerungsräume voll von Hoffnung und Schmerz, pendeln zwischen Traum und Wirklichkeit, gleiten von Alltagssituationen unmerklich in eine surreale Welt. Diese Qualität, die von großer Kraft ist, gilt es hör- und spürbar zu machen.
Die 60-minütige Lesung führt das Publikum in lebendiger Form durch Prosa und Szenen der Autorin. Der sprachvirtuose Mix aus Bekanntem und Unbekanntem ist gleichsam tiefsinnig wie humorvoll und regt zum Nach- und Weiterdenken an.
Anschließende Diskussion mit: Anne BENNENT, Schauspielerin und Sängerin (2016 erschien ihr Hörbuch „Die größere Hoffnung“ von Ilse Aichinger im Mandelbaum Verlag) & DDr. Werner ANZENBERGER, Historiker, Jurist, Literat, Stv. Vorsitzender des Bundes der Freiheitskämpfer:innen, Vizepräsident des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes
Alle Infos: https://www.facebook.com/events/470502288289699
über das Fieber erotischer weiblicher Mystik in mittelalterlichen Gedichten.
Wann: Do 6. Oktober 2022, 19:00 Wo: ega, Windmühlgasse 26, 1060 Wien
mit Carina Nekolny – Text, Sprache, Herbert Lacina – Musik, Stephanie Tietz – Tanz, Wolfgang Dokulil – Bildende Kunst
Eröffnung: LAbg. GRin Mag.a Nicole Berger-Krotsch, Mitglied im Gemeinderatsausschuss für Kultur und Wissenschaft der Stadt Wien, Vereinsvorsitzende ega: frauen im zentrum.
Die Performance female embodimant nimmt Bezug auf ein irritierendes historisches Phänomen: Sie setzt sich damit auseinander, wie erfindungsreich Frauen in einer patriarchalen Gesellschaft die Definitionsmacht über ihren Körper und ihre Sexualität generieren und welches Echo die Auseinandersetzung mit diesem radikalen „female embodiment“ bei vier Künstler*innen heute auslöst.
Bei dem Phänomen handelt es sich um erotische weibliche Mystik im ausgehenden Mittelalter, als ein regelrechtes mystisches Fieber kollektiv die in Frauenklöstern in Klausur lebenden Dominikanerinnen überkam. Carina Nekolny hat sich historisch und künstlerisch interpretierend mit dem Thema beschäftigt. Daraus entstanden „säkuläre gedichte“ und „sexmitjesus-Bilder“. Sie sind Ausgangspunkt einer Auseinandersetzung mit dem Thema Female Embodiment. Konfrontation, Abwehr, Irritation, Annäherung (auch an die eigene Leiblichkeit?) im Sinne von Body Positivity (oder Negativity) mit allen Sinnen.
Das alles ergründet die KunstbeTriebs Company transdisziplinär und improvisierend als „work in progress“. Die Künstlerinnen zerlegen libidinöse, blutige, (mit)leidende, vereinnahmende Elemente des historischen Phänomens, des verkörperten, verleiblichten Passionsmythos, betrachten die Bruchstücke und Einzelteile, entkleiden sie ihrer ursprünglichen Funktion und generieren etwas anderes, Neues daraus.
Die KunstbeTriebs Company ist eine Kollaboration von Künstlerinnen und Künstlern aus allen Bereichen der Kunst – Sprache, Musik, Tanz und Bildende Kunst. Sie arbeiten an verschiedenen Projekten in unterschiedlichen Besetzungen zuammen. Sie erforschen Themen, verdichten Erfahrungen und spielen in freier Improvisation. Die Künstler*innen verstricken sich dabei in der Kommunikation. Sie zerlegen ihr Material, betrachten die Bruchstücke und Einzelteile, entkleiden sie ihrer ursprünglichen Funktion und generieren etwas anderes, Neues, Unvorhersehbares daraus. Sie betreiben performative Bricolage. https://kunstbetrieb.co/
In drei Zyklen thematisieren Asta Cink und Dora Mai mittels unterschiedlicher Techniken drei Schwerpunkte, welche ihren Arbeiten inne wohnen. Berührungen, Körperlichkeit und Intimität.
Ausstellungseröffnung: Freitag, 23. September 2022, 18.30 Uhr Dauer der Ausstellung: 23. September 2022 bis 14. Oktober 2022
Die anfänglich drei Zyklen verschwimmen mehr und mehr zu einem ephemeren Projekt welches die vierte Wand durchbricht und dadurch mit allen Sinnen erlebbar wird. Es lässt Raum für Wahrnehmung und Interpretation. Wie Öl auf der Haut begegnen sich die Arbeiten von Cink und Mai zwischen Leinen und Folien.