Frauenstudienzirkel: „Rote Banditen“Geschichte einer sozialdemokratischen Familie, Promedia 2023 , 23. Jänner 2025 um 18:00 Uhr

  • Donnerstag, 23.01.2025, 18:00 Uhr
  • ega:frauen im zentrum, Windmühlgasse 26, 1060 Wien

Wilhelmine Goldmann gehört zu den VertreterInnen jener Generation, die erst sehr spät angefangen hat, Fragen zu stellen. Die Geschichte ihrer Familie, vor allem die folgenschweren Auswirkungen des österreichischen Bürgerkriegsjahres 1934, blieb ihr lange verborgen. Es bedurfte mühsamer Recherchearbeit, um sie an die Oberfläche zu holen. Das Ergebnis ist eine über das Private hinausgehende Erzählung einer österreichischen Arbeitergeschichte. Am Beispiel ihrer Eltern macht Wilhelmine Goldmann die Entwicklung der Arbeiterklasse aus tiefem Elend zu Bildung und Wohlstand sichtbar. Ausgangspunkt ist der Industrieort Traisen im südlichen Niederösterreich.

Den Eltern der Autorin war trotz Schulerfolgen eine höhere Bildung verschlossen. Immerhin konnte der Vater eine Lehre als Schriftsetzer abschließen, die Mutter erkämpfte sich einen Platz in der Handelsschule. Schon in ihrer Jugend begannen beide, sich politisch zu engagieren. Als überzeugte SozialdemokratInnen kämpften sie für Gerechtigkeit und Bildung und verteidigten im Schicksalsjahr 1934 die demokratische Republik gegen die Dollfuß-Diktatur. Nach 1945 nahm Goldmanns Vater seine politische Tätigkeit in Traisen wieder auf, engagierte sich am Wiederaufbau der Republik und wurde 1961 zum Bürgermeister von Traisen gewählt. Die schmerzliche Erfahrung des Jahres 1934 hat nicht nur das Leben seiner Generation geprägt, sie ist bis heute Konfliktstoff in der österreichischen Innenpolitik. Den Hass der „Bürgerlichen“ auf die „Sozis“ hat die Autorin auch in ihrem Berufsleben verspürt und sich immer gefragt: Wo kommt er her? Ihre Familiengeschichte ist der eindringliche Versuch einer historischen Klärung, der bis heute in beiden politischen Lagern ausgewichen wird, weshalb das Trauma des Bürgerkrieges immer wieder wie eine klaffende Wunde aufbricht.

Die Autorin, Wilhelmine Goldmann, geboren 1948 in Traisen, Studium an der Hochschule für Welthandel, Ausbildung zur Diplomkauffrau. Nach 20 Jahren Tätigkeit in der Arbeiterkammer Wien wirkte sie 16 Jahre lang als Managerin in Führungspositionen der ÖIAG, beim Postbus und in der ÖBB Personenverkehr AG. Danach war sie Aufsichtsrätin in verschiedenen Unternehmen, Kuratoriumsvorsitzende der Salzburger Festspiele und Universitätsrätin an der Kunstuniversität Graz. Sie lebt in Wien.

Anmeldung: mauerhofer@chello.at

Vernissage „gekommen um zu bleiben“, Donnerstag 16. Jänner 2025 um 18:30 Uhr

  • Donnerstag, 16.01.2025, 18:30 Uhr
  • ega:frauen im zentrum, Windmühlgasse 26, 1060 Wien

ega: frauen im zentrum veranstaltet in Kooperation mit der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs, LV Wien/NÖ/Bgld „gekommen um zu bleiben“.

Alltags- und Frauengeschichten haben in der traditionellen Geschichtsschreibung kaum eine
Rolle gespielt, denn sie sind fast durchgehend aus einem männlichen Blickwinkel heraus
entstanden und aufgezeichnet worden – große Männer, große Schlachten, Heldentaten.
Dabei gab es zu jeder Zeit auch etliche Frauen, die gestaltet haben, die Teilhabe
eingefordert haben und welche die Gesellschaft entscheidend mitgeprägt haben.
Mit der Ausstellung wollen wir diese Frauen und ihre Taten sichtbar machen sowie jenen
Frauen, welche über Jahrhunderte zu kurz kamen oder unterdrückt wurden aber auch
Frauen ganz allgemein „Raum geben“, denn sie alle sind „gekommen um zu bleiben“.

Eröffnung durch: Frau Bez.-Rätin Mag.a Terri Lynn Helber-Treipl

Ausstellende Künstlerinnen und Künstler:innen

Amerbauer Martin, Bina Gabriele, Bulajic Ana, Chimani Waltraut, Blühberger Jutta, Brauner-Baumgartner Gertrud, Farzaneh Parizad, Gaenszle Linda, Ganser Hermi, Helf Gabriella, Hofmeister Angelika, Hopf Gerti, Hussein Fadhil, Kafruschy Kawa, Karbassioun Michèle, Kos Tonia, Merta Regina, Mouratidou Sawatou, Riegler Bettina, Sandhofer Edith, Scherabon Isabella, Tschank Heidi, Vilem-Weber Walburga, Weiland Barbara, Wolf Kristina Viera, Zierl Berthild

Wir freuen uns auf zahlreiches Kommen.

Öffnungszeiten bis 17.02.2025, Mo-Mi von 11:00 – 16:00 Uhr

Veranstaltungstipp: DIE SAAT DES HEILIGEN FEIGENBAUMS, ein Film von Mohammad Rasoulof, Kinostart: 26. Dezember 2024

  • Kinostart: 26. Dezember 2024

Ein Höhepunkt der 77. Filmfestspielen von Cannes. Dort wurde DIE SAAT DES HEILIGEN FEIGENBAUMS mit minutenlangen Standing Ovations bedacht, von der Presse international gefeiert und mit dem Sonderpreis der Jury sowie vier weiteren Preisen ausgezeichnet. Die deutsche Ko-Produktion ist Deutschlands Oscarbeitrag in der Kategorie ‚Bester internationaler Film‘

Iman ist gerade zum Untersuchungsrichter am Revolutionsgericht in Teheran befördert worden, als nach dem Tod einer jungen Frau eine riesige Protestbewegung das Land ergreift. Obwohl die Demonstrationen zunehmen und der Staat mit immer härteren Maßnahmen durchgreift, entscheidet sich Iman für die Seite des Regimes und bringt damit das Gleichgewicht seiner Familie ins Wanken. Während der strenggläubige Familienvater mit der psychischen Belastung durch seinen neuen Job zu kämpfen hat, sind seine Töchter Rezvan und Sana von den Ereignissen schockiert und elektrisiert. Seine Frau Najmeh wiederum versucht verzweifelt, alle zusammenzuhalten. Dann stellt Iman fest, dass seine Dienstwaffe verschwunden ist, und er verdächtigt seine Familie…

Mehr Infos: Die Saat des heiligen Feigenbaums « Filmcasino

Pop-up Ausstellung „Femizid“ am Montag 25. November 2024, Einlass um 18:00 Uhr

  • Montag, 25.11.2024, 18:00 Uhr
  • ega: frauen im zentrum, Windmühlgasse 26, 1060 Wien

Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, dem 25.11.2024, findet die Pop-up Ausstellung „Femizid“ statt. Mit Gipsskulpturen und einem begleitenden Video gedenkt die Künstlerin Irena Pejčić der 26 Frauen, deren Leben 2023 gewaltsam beendet wurden. Jede Skulptur steht symbolisch für eine verlorene Stimme, eine Geschichte, die oft im Schatten der Öffentlichkeit verborgen bleibt. „Femizid“ ist mehr als eine Ausstellung – es ist Mahnmal für das Unausgesprochene, für die Verantwortung, die wir als Gesellschaft
tragen.

🎬 19 Uhr, Vorführung Video
Eintritt frei!

Rotlicht Festival, Vernissage „Noting really goes away“ am Sonntag 17. November 2024 um 17:00 Uhr

  • Sonntag, 17.11.2024, 17:00 Uhr
  • ega: frauen im zentrum, Windmühlgasse 26, 1060 Wien

Die Gruppenausstellung NOTHING
REALLY GOES AWAY von drei Künstlerinnen, Edze Alis, Ulrike Mayrhuber und Elsa Okazaki, untersucht Fragen der Zugehörigkeit, Erinnerung, der Fragilität des Lebens und Identität. Oft wird gesagt, dass Zeit alle Wunden heilt, aber entspricht das wirklich der Wahrheit?

Die Künstlerinnen zeigen in ihren fotografischen Arbeiten, jede mit einer eigenen ästhetischen Herangehensweise, dass die Vergänglichkeit und Fluidität die Vergangenheit zwar verschwimmen lassen, sie aber niemals auslöschen – nur umwandeln. Die Ausstellung thematisiert die Schnittstellen von persönlichen und kollektiven Erfahrungen und zeigt, dass Erinnerung und Identität nicht statisch, sondern ständig in Bewegung und Umwandlung begriffen sind und dass nichts wirklich verschwindet.

Wir freuen uns auf Euer Kommen.

Frauenstudienzirkel: „Dr.in Elisabeth Dearing, „Initiative bessere Verwaltung – Steuerungsdefizite gefährden die Qualität der öffentlichen Verwaltung“, Donnerstag, 21. November 2024 um 18:00 Uhr

Seit längerer Zeit verstärken sich die Missstände in der Arbeitsweise der österreichischen Regierungen. Einige zentrale Probleme sind: strategische Untersteuerung und operative Übersteuerung der Verwaltung, Besetzung von Leitungsfunktionen nach parteipolitischem Kalkül, übergroße Ministerkabinette und ihre Arbeitsweise, Qualitätsverlust im Service, Demotivation beim Personal. Eine Expert:innengruppe hat im Rahmen der Initiative Bessere Verwaltung Maßnahmenvorschläge zur Beseitigung dieser Missstände erarbeitet.

Elisabeth Dearing, Juristin, langjährige Leiterin der Abteilung Verwaltungsreform im Bundeskanzleramt, zuletzt im Rechnungshof Prüferin und Fachexpertin für Public Governance;  Proponentin der Initiative Bessere Verwaltung.

Anmeldung: mauerhofer@chello.at

Weiberei #11, Designmarkt am Samstag 7. Dezember 2024 von 11:00 bis 19:00 Uhr

  • Samstag, 07.12.2024, 11:00 bis 19:00 Uhr
  • ega: frauen im zentrum, Windmühlgasse 26, 1060 Wien


Am 7. Dezember ist es wieder so weit: Der beliebte feministische Weihnachtsmarkt „die weiberei – Markt für Design von Frauen“ öffnet zum 11. Mal seine Pforten! Die Veranstaltung, eine Kooperation der Wiener SPÖ Frauen und dem ega: frauen im zentrum, bietet eine einzigartige Gelegenheit für stilvolles Einkaufen von einzigartigen Designprodukten.

Über 50 Designer*innen präsentieren im ega-Frauenzentrum im 6. Bezirk ihre vielfältigen Kreationen aus den Bereichen Mode, Papeterie, Schmuck und Accessoires. Begleitet wird das Shopping-Erlebnis von entspannter Weihnachtsatmosphäre mit köstlichem Punsch zu Gunsten von SOS-Balkanroute, kulinarischer Verköstigung durch Punto Rojo und Lisa’s Munchies sowie einer Kinderbastelwerkstatt der Wiener Kinderfreunde.

Der Markt ist der perfekte Ort abseits von Hektik und Stress in der Nähe der Mariahilfer Straße, um ein gemütliches und persönliches Geschenk für sich selbst oder die Liebsten zu finden.

Aussteller:innen

mit Alma Cavic | andirndln WIEN | Atelier Angelika Pichler | bana | Blue Leaf – Die Bio-Haube | Delicate | DieOlleMitDerWolle | Die StadtSpionin | Diversoviel | Edita Rosenrot Jewellery | fish your BAG | Freihand | fritzi/futuritzi | FRÖHLICH Gabriele Rigby | Geraldine Massing | Gerti Hopf | Greetings from Vienna | HandT | LadyBugDesign | LAVOUR | Lenslow | LitinDesign | Lukrezia | Stefanie Knechtl | MAGOË | Maresch Georgia | Marsha & Magnus | Mimikiridus | Mycrochetcorner | NF | Piratin – Designkollektiv | RestLicht | Royal Duck by Auris Lothol | SaLey | schreibmalstatt | Skulptierchen | Sofie Strasser | Tatiana Del Carpio Segovia de Spohr | teardrop ceramics | Tina Shehini | VIEMA Accessoires | violettsays | Voskra Domazetoska | wallywood | Wari.hma | Wiener Atelier | Wollgern | ZEBRA Zentrum für Klassische und Moderne Fotografie

Rückblick Weiberei 2023: https://flic.kr/s/aHBqjBMm7V

Wir freuen uns schon.

Frauenstudienzirkel: „Frauen im Öffentlichen Dienst – eine Erfolgsgeschichte“ mit Dr.in Elfriede Fritz, Donnerstag, 24. Oktober 2024 um 18:00 Uhr

  • Donnerstag, 24.10.2024, 18:00 Uhr
  • ega:frauen im zentrum, Windmühlgasse 26, 1060 Wien

Bis in die 70-iger Jahre des vorigen Jahrhunderts waren Frauen vorwiegend in niedrigen Verwendungen im ÖD tätig. Auch Akademikerinnen wurden nicht als solche aufgenommen, sondern mussten sich mit B- und C-Posten begnügen. Johanna Dohnal hat in den 80-igern in allen Ressorts Ministerielle Arbeitsgruppen zur Förderung der Chancengleichheit und Gleichbehandlung der Frau im ÖD einrichten und Daten über den Männer- und Frauenanteil erheben lassen.  In Vorbereitung auf den EU-Beitritt ist 1993 das Bundes-Gleichbehandlungsgesetz in Kraft getreten mit einer Frauenquote von 30%, später angehoben auf 40% bis endlich 50% vorgeschrieben wurden.

Elfriede Fritz, Juristin, war im Bundesministerium für Finanzen langjährige Vorsitzende der Arbeitsgruppe für Gleichbehandlungsfragen, Gender Mainstreaming, Beauftragte und Abteilungsleiterin im Zollbereich. Sie war Mitglied der Bundes-Gleichbehandlungskommission und der – bei der Frauenministerin eingerichteten – Interministeriellen Arbeitsgruppen für Gleichbehandlungsfragen und für Gender Mainstreaming/ Budgeting. 1995 war sie Delegierte bei der UN-Weltfrauenkonferenz in Peking. An der Johannes Kepler Universität Linz war sie Lehrbeauftragte zu „Legal Gender im Steuerrecht“.

Anmeldung: mauerhofer@chello.at

Lesung und Podiumsdiskussion im Rahmen der Ausstellung „Totgeliebt“ Donnerstag, 24. Oktober 2024, um 18:00 Uhr

  • Donnerstag, 24. Oktober um 18:00 Uhr
  • ega: frauen im zentrum, Windmühlgasse 26, 1060 Wien

Im Rahmen der Ausstellung „totgeliebt“ findet am 24.10.2024 um 18:00 Uhr auch eine Lesung mit den Schriftstellerinnen Anna Bauer, Eva Löchli und Katalin Jesch statt.

Anna Bauer liest aus Ihrem Preisgekrönten Text: Wurzeln so groß, Wurzel so tief.

Eva Löchli und Katalin Jesch, lesen aus Kurzgeschichten und Gedichten, die Sie über das Thema Femizide geschrieben haben.

Anschließend findet eine Podiumsdiskussion statt, mit den Autorinnen und Mag.a Alia Luf, vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser, AÖF.

Moderiert wird die Diskussion von Ingrid Luttenberger.

Als zusätzlichen Anreiz zu kommen, möchten wir an diesem Tag auch eine Kuratorinnenführung durch die Ausstellung um 16:00 Uhr anbieten.

Anmeldung unter:

Frauenstudienzirkel: Dr.in Evelyn Steinthaler, „Schau nicht hin“ Kunst als Stütze der Macht – die Geschichte der Diven des NS-Kinos, Verlag Kremayr & Scheriau, Donnerstag, 26. September 2024 um 18:00 Uhr

  • Donnerstag, 26.09.2024, 18:00 Uhr
  • ega:frauen im zentrum, Windmühlgasse 26, 1060 Wien

Gefeiert, gefallen, verehrt. 
Wie weit sind Künstlerinnen bereit, für ihren Erfolg zu gehen? Vier Film-Diven werden in der fesselnden Analyse Teil der aktuellen Debatte um die Trennung von Künstler:in und Kunstwerk.
Was ist eine Künstlerin ohne Aufmerksamkeit? Die renommierte Autorin Evelyn Steinthaler untersucht die Geschichten von vier Diven des NS-Films. Lída Baarová, Zarah Leander, Marika Rökk und Kristina Söderbaum entschieden sich für Karrieren im Deutschen Reich und erlangten weitreichenden Ruhm. Auch nach Kriegsende wurden sie jahrzehntelang von der immensen Verehrung des deutschen Publikums begleitet. 
Diesen und anderen Stars begegnen wir konfrontiert mit der Frage, wie Öffentlichkeit mit politisch problematischer Kunst umgeht. Inwieweit tragen Künstler:innen ein System mit? Wer beginnt, sich zu verantworten?

Die 1971 in Klagenfurt geborene Publizistin und Kommunikationswissenschaftlerin Evelyn Steinthaler ist als Autorin, Herausgeberin, Hörbuchproduzentin, Übersetzerin, Biografin auch in der politischen Bildung tätig. Für das Buch „Frauen 1938“ erhielt sie den Bruno-Kreisky-Anerkennungspreis für das Politische Buch.

Anmeldung: mauerhofer@chello.at