{"id":526,"date":"2011-09-14T13:42:13","date_gmt":"2011-09-14T12:42:13","guid":{"rendered":"http:\/\/ega.or.at\/?p=526"},"modified":"2020-05-29T11:03:26","modified_gmt":"2020-05-29T10:03:26","slug":"sehscharfe-die-ega-filmreihe-film-herstory-oktober-bis-dezember-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ega.or.at\/?p=526","title":{"rendered":"Sehsch\u00e4rfe &#8211; die ega Filmreihe &#8222;Film &#038; HerStory&#8220; (Oktober bis Dezember 2011)"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00a0<a rel=\"attachment wp-att-529\" href=\"http:\/\/ega.or.at\/?attachment_id=529\" title=\"film-herstory150gif.gif\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ega.or.at\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/film-herstory150gif.gif\" alt=\"film-herstory150gif.gif\" \/><\/a><a rel=\"attachment wp-att-528\" href=\"http:\/\/ega.or.at\/?attachment_id=528\" title=\"film-herstory200.gif\"><\/a><a rel=\"attachment wp-att-527\" href=\"http:\/\/ega.or.at\/?attachment_id=527\" title=\"film-herstory.gif\"><\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Sehsch\u00e4rfe \u2013 die ega-Filmreihe<\/strong><\/p>\n<p><strong>#1 Film &amp; HerStory<\/strong><\/p>\n<p>Aufbauend auf dem Filmprogramm \u201eShooting Women\u201c, das im Rahmen des ega-Sommergartens 2011 zu sehen war, setzen <strong>ega und Filmarchiv Austria<\/strong> ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Jahresprogramme zu Frauenthemen und deren filmischer Verhandlung bringen erneut Diskurs, Diskussion und Filmvergn\u00fcgen zusammen.<\/p>\n<p>Am Anfang steht unter dem Titel \u201e<strong>Film &amp; HerStory<\/strong>\u201c die Darstellung von Frauen, Macht und Geschichte anhand von <strong>sieben ausgew\u00e4hlten Beispielen<\/strong>. Drei der Filme sind noch heuer zu sehen, vier Titel folgen im Fr\u00fchjahr 2012.<\/p>\n<p><strong>Film und Geschichte<\/strong><\/p>\n<p>Es gilt, jetzt im Zeitalter der unausgesetzten Zumutungen vielleicht sogar mehr als zuvor, sich zur ungebrochenen Macht des Films und des Kinos zu bekennen, sich seiner Existenz, seines Lebens und eben auch seiner Lebendigkeit zu versichern. Mit einem gesunden Herzschlag von 24 Bildern pro Sekunde und einer unb\u00e4ndigen, chaotischen Lebensmacht wird Geschichte, dieses Oszillieren zwischen Konfrontation und Kontinuit\u00e4t, verfertigt und Erinnerung gestiftet. Hier (und jetzt) wird vom gelungenen Ausbruch der K\u00fcnste aus der Haft der anbiedernden Repr\u00e4sentation hinein in das fordernde Feld der Autonomie und Souver\u00e4nit\u00e4t im 18. Jahrhundert gezehrt, jetzt (und hier) sollten Z\u00e4suren nicht nur retrospektiv gefeiert, sondern auch die aktuellen Scheidewege bemerkt und anerkannt werden. Was leisten also die sechziger und siebziger Jahre des 18. und 20. Jahrhundert noch f\u00fcr uns? Brachte 1968 filmisch eine erneuerte Absage an klassische Erz\u00e4hlprinzipien und politische Instrumentalisierung, gesellschaftlich das Aufrollen normierender Verrechtlichungsstrategien und wissenschaftlich den Methodenwandel der Geisteswissenschaften, so bringt das angebrochene 21. Jahrhundert die Wiederaufnahme der immer noch unbeantworteten Fragen (zur Geschichte).<\/p>\n<p><strong>Pluralit\u00e4t denken<\/strong><\/p>\n<p>Pop und Subversion, Geschichten und Geschichte beginnen zu zirkulieren und verdeutlichen uns die Macht des Kinos. Die Kontinuit\u00e4t von Themen prallt auf die Perspektiven der Nachgeborenen, auf die Positionenpluralit\u00e4t zwischen Resignation und unausgesetztem Bem\u00fchen um das subversive Potenzial des Mediums und seiner emanzipatorischen F\u00e4higkeiten. Die Herausforderungen des Popul\u00e4ren, seine Wirkungsmacht und die permanenten Z\u00e4hmungsversuche durch Kommerzialisierung und Vermarktung verweisen uns darauf, dass auch Klassiker popul\u00e4r, ja vielleicht sogar klein angefangen haben. Die Geschichte, die der Film dabei im Antreten seiner medialen Erbschaft als respektable Quelle schreibt, ist, um Jacques Ranci\u00e8re heranzuziehen, eine Geschichte der Macht des Geschichteschreibens. Es ist das Schreiben\/Filmen einer selbst\u00e4ndigen Historie, einer Geschichte \u2013 um Paul Nizon zu paraphrasieren \u2013, die mit ihren Z\u00e4suren und Frakturen allen Prognosen davonzulaufen scheint. Geschichte ist eben nicht linear, sie ist nicht glatt; vielmehr ist sie kurvenreich, von Br\u00fcchen durchzogen. Das <strong>Wie der Geschichtsschreibung<\/strong>, die Auseinandersetzung mit der Entwicklung der Geschichtsschreibung, f\u00fchrt zur auch f\u00fcr Film g\u00fcltigen Entscheidung f\u00fcr Perspektive, f\u00fcr einen Modus. Eine Vielzahl von Wegen ist denkbar. (<em>Mag. Thomas Ballhausen &#8211; Filmarchiv Austria<\/em>)<br \/>\n<strong>FILMPROGRAMM \u201eFilm &amp; HerStory\u201c (Oktober-Dezember 2011)<\/strong><\/p>\n<p><strong>19. OKTOBER, 19:00<br \/>\nSOPHIE SCHOLL \u2013 DIE LETZTEN TAGE (D 2005 Regie: Marc Rothemund)<\/strong><\/p>\n<p><strong>16. NOVEMBER, 19:00<br \/>\nMARIE ANTOINETTE (USA\/F\/JP 2006 Regie: Sofia Coppola)<\/strong><\/p>\n<p><strong>21. DEZEMBER, 19:00<br \/>\nELIZABETH (UK 1998 Regie: Shekhar Kapur)<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Sehsch\u00e4rfe \u2013 die ega-Filmreihe #1 Film &amp; HerStory Aufbauend auf dem Filmprogramm \u201eShooting Women\u201c, das im Rahmen des ega-Sommergartens 2011 zu sehen war, setzen ega und Filmarchiv Austria ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. 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